Der Schäfer -
eine Bronzefigur des Bildhauers Michael Klein

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Es ist ein Kunstwerk, das eigens für den Schäferplatz geplant wurde, das an die Traditionen dieses Platzes erinnern soll. Eine bildkünstlerische Arbeit, die in das modern gestaltete Bauensemble den Bezug zur Vergangenheit setzt. ...

Im Werk des 1943 in Berlin geborenen Künstlers verbindet sich die Ursprünglichkeit der plastischen Kunst mit den Gestaltungsformen der zeitgenössischen Kunst. Möglicherweise wurde der Grundstein für Kleins Werk bereits während seiner Holzbildhauerlehre 1959/62 gelegt. Mit Sicherheit gab ihm sein Studium an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee von 1962/65 die Gelegenheit, die Erfahrungen von Prof. Drake und Ludwig Engelhardt in sein künstlicherisches Schaffen aufzunehmen und prägten nachhaltig mit der Fortsetzung des Studiums 1968/70, das er mit dem Diplom abschloss, seinen Gestaltungs- und Formwillen.

Seit 1971 arbeitet M. Klein, erst in Berlin und seit 1993 in Neuenhagen, als freischaffender Künstler, ist Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler Berlin.

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen führten ihn nach Italien, Griechenland, Frankreich, Polen und in die Ukraine.

Von der Wirklichkeit ausgehend modelliert Klein mit unbändigem Gestaltungswillen und Ideenreichtum die menschliche Figur in ihrem Tun und Handeln. Seine plastischen Arbeiten und Reliefs vermitteln eine klare, verständliche, realistische Formsprache.

"Wie soll die Kunst den Menschen bewegen, wenn sie selber nicht von den Schicksalen der Menschen bewegt wird?", sagte Brecht. Die Kunst M. Kleins bewegt die Menschen, weil sie teilnehmen an ihrem Schicksal, so auch in Neuenhagen.

Seine Figuren sprechen eine einfache, klare, strenge, manchmal spröde Sprache. Sie verdeutlichen die humanistischen Positionen des Künstlers. Er sieht sich in der Pflicht, den Gefühlen, Hoffnungen und Wünschen, die er selbst, aber auch die Menschen um ihn herum erleben und erfahren, in seinen Arbeiten Ausdruck zu verleihen.

Klar und gradlinig veranschaulichen Kleins Figuren Liebe, Trauer, Schmerz, Einsamkeit und Offenheit. Körperhaltung, Gesichtsausdruck, jede Geste, jedes Detail sind von eindrucksvoller Eindeutigkeit. Auf wahrhaft meisterliche Art und Weise zeigen die Figuren die Entwicklungen und Bewegungen des Alltäglichen, zeigen die vielfältigen Stimmungen im scheinbar Gewohnten, lassen uns genauer hinsehen, lassen Fragen zu und Antworten offen. Er verleiht seinen Bronzen zeitlose Gültigkeit, ohne sie zu idealisieren. Ihre Haltungen, Posen und Bewegungen spiegeln eigene Erlebnisse, eigene Befindlichkeiten und Empfindungen wider.

Seine Werke stehen in Berlin, Bernau, Wandlitz, Magdeburg, Schloss Wiepersdorf und Usedom - die Büste von "Paul Knoblauch" im Nicolaiviertel, das Denkmal für "Bettina und Achim von Arnim" im Stadtbezirk Prenzlauer Berg, die "Nike", eine Bronze, in Berlin-Buchholz, die Gedenkplastik "Kain und Abel" vor dem Bernauer Gymnasium, das "Pelikan"-Gedenkzeichen, eine Bronze zur Hugenottenehrung, die Büste des Schauspielers "Ludwig Devrient" im Hilton-Hotel am Berliner Gendarmenmarkt, die "Debütantin", eine Bronze zur Fröbel-Ehrung, der Ringer "Werner Seelenbinder" in der Stadt Usedom und die "Zwangsarbeiter", eine Erinnerung gegen das Vergessen, auf dem Parkfriedhof in Marzahn - um nur einige zu nennen - und so konnte der "Schäfer" in Neuenhagen folgen.



Margot Prust

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